Heute früh hat Fabrizio Cicchitto in der Camera dei Deputati (‘Unterhaus’) sowohl ‘Il Fatto Quotidiano’ als auch einen seiner prominentesten Journalisten, Marco Travaglio, als Auslöser der wilden Aggression, die den in psychischer Behandlung befindlichen Massimo Tartaglia zu seinem Attentat auf Berlusconi gebracht haben, bezeichnet.
Dies drückte der Klubchef der PDL folgendermaßen aus:
“Die Hand dessen der Berlusconi angegriffen hat wurde bewaffnet von einer Hetzkampagne des Hasses: jeder sollte sich seiner Verantwortung bewusst sein” (bewusst im Wortlaut) Weiter meint er: “Hervorgerufen wird diese von einem Netzwerk, bestehend aus der Verlegergruppe Repubblica-L’Espresso, dem Hausblatt der Staatsanwaltschaft ‘Il Fatto Quotidiano’, der Sendung Annozero von Santoro, und diesem Medienterroristen Marco Travaglio.”
Es sollte allen klar sein, dass die Journalisten von ‘Il Fatto Quotidiano” sowie die anderen Genannten von jetzt an gefährdet sind. Harte Worte eines wichtigen Funktionärs aus den Reihen der relativen Mehrheit geraten wir (Journalisten) alle ins Fadenkreuz. Trotzdem machen wir uns weiterhin keine großen Sorgen. Schließlich wissen wir, dass die Italiener besser sind als die von denen sie im Parlament repräsentiert werden. Diese wurden nämlich nicht vom Volk direkt gewählt, sondern viel mehr vom derzeitigen Regierungschef berufen. Die große Mehrheit der Italiener, ob politisch links oder rechts, betrifft dieses Klima des Hasses, angeblich von unseren Politikern mit Absicht auf einen wenig größeren Wahlerfolg, nicht.
Und das, was Cicchitto eine Kampagne nennt, ist nichts Anderes als die Verfolgung und das Berichten des Tagesgeschehens. Es ist unser Job von diesen Tatsachen zu berichten und was auch immer passieren möge, werden wir nicht damit aufhören.
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Speziell dieser Artikel gibt einen sehr guten Einblick in die derzeitige Tagespolitik. Die Regierung versucht sich durch einen wilden Rundumschlag sei es gegen die Medien (die nicht kontrollierten Zeitungen und Medienevents) und die jeweiligen Journalisten sei es die Staatsanwaltschaft die sich in ‘interne’ Angelegenheiten einmischt und den obersten Gerichtshof, der noch immer Gesetze auf ihre Konformität gegenüber der Verfassung überprüft, aus ihrem Schlamassel (siehe voriger Artikel) zu befreien.

